Radtour zum Hansapark
Mit dem Fahrrad an die Ostsee oder 708 km und 5 Bundesländer in 11Tagen
Alle die von unserem Vorhaben hörten, schüttelten den Kopf. Und wenn wir dann noch erwähnten, das wir in Zelten schlafen wollen und unserer ganzes Gepäck selbst auf den Rädern transportieren, trauten uns noch weniger Leute zu, dieses Vorhaben zu realisieren.
„Ihr seid ja verrückt“ oder „ Das wollt ihr schaffen?“ waren die häufigsten Kommentare zu unserer Ferienplanung.
Am 9. Juli, einem Samstag, starteten wir dann zu unserer großen Tour.
Nicole, Pascal, Nico, Roy, Roman, Denis und Ricardo trauten sich dieses Abendteuer zu.
Begleitet wurden sie von Frau Schurig - Vereinschefin und Hüterin der Finanzen,
Frau Bergmann –verantwortlich für die Verpflegung und reparaturerfahren und
Frau Block – „Reiseleiterin“
In 11Tagen wollten wir Haffkrug an der Ostsee erreichen.
Zunächst radelten wir entlang der Elbe. Unterwegs lernten wir viele interessante Dinge kennen. So konnten wir z.B. am Wasserstraßenkreuz bei Magdeburg endlich mal eine Trogbrücke im Originalanschauen und auch das Schleusen der Schiffe kannten viele bisher nur aus dem Unterricht.
In Tangermünde erfuhren wir die Geschichte der Grete Minde und besichtigten den Dom.
Wusstet ihr das Tangermünde und Stendal Hansestädte sind? Wir wissen es jetzt.
Nach 5 Tagesetappen und 338km legten wir einen Ruhetag im Familycamp Kellerwiehl ein.
Das heißt aber nicht, dass unsere Räder stehen blieben. Schließlich brauchten wir Proviant und diesen bekamen wir nur in Tangerhütte. Also radelten wir an unserem Ruhetag winzige 28km.
Weiter ging es immer an der Elbe entlang bis Lauenburg. Unterwegs badeten wir sogar in der Elbe.
Ab Lauenburg führte unsere Tour dann am Elbe –Lübeck-Kanal entlang.
In Lübeck machten wir einen kurzen Halt und schlenderten durch die Stadt.
Dann hatten wir auch bald den Ostseeradweg bei Timmendorfer Strand erreicht. Von hier war es nur noch wenige Kilometer bis zum Ziel. Nach 11 Tagen, 708km und 5 durchquerten Bundesländern erreichten wir Haffkrug.
Die beiden nächsten Tage badeten wir in der Ostsee und vergnügten uns im Hans-Park. Der Freitag fiel leider ins Wasser. Dauerregen machten einen weiteren Hansa-Park –Besuch unmöglich.
Samstag wurden wir dann von Frau Herrmann mit unserem Kinderheimbus und Herrn Block mit einem Transporter für die Räder und das Gepäck abgeholt.
„Hattet ihr keine Pannen?“ wurden wir oft gefragt. Natürlich gab es die. Am Anfang mussten wir oft halten, weil unser Gepäck verrutschte oder eine Wasserflasche runter fiel. Aber nach 2-3 Tagen wusste jeder, wie alles richtig festgemacht wird. Dann war mal der Gepäckträger gebrochen, eine Pedale abgefallen, oder einfach ein Loch im Schlauch. Aber das sind doch keine Probleme für uns.
Zum einen hatten wir Werkzeug mit und zum anderen gab es unterwegs viele nette Leute, die uns halfen, wenn sie gefragt wurden.
Wir hatten viel Spaß auf unserer Ferienfahrt.
Für Denis, Ricardo und Roman war es wahrscheinlich die letzte große Ferientour mit dem Kinderheim. Sie werden in absehbarer Zeit ausziehen und ihr Leben selbständig meistern. Alle anderen wollen wieder mit dabei sein, wenn wir auf große Radtour gehen.






